Yeti Adventure Challenge – Adventure Race

Yeti Adventure Challenge

Yeti – der Daunenspezialist aus Görlitz – bringt mit der Adventure Challenge das Trendthema Adventure Race nach Europa.

In diesem Jahr fand in Silkeborg in Dänemark zum ersten Mal die Yeti Adventure Challenge statt. Ich war am 28. und 29. August vor Ort und konnte live mit verfolgen, wie internationale Teams mit jeweils drei Personen in verschiedensten Sport-Disziplinen gegeneinander antraten.

Doch nicht so schnell… was genau ist ein Adventure Race?

Dass die Neuseeländer das Bungee-Jumping erfunden haben, wissen viele bereits. Jetzt gibt es aber einen völlig neuen Trend, der in Europa so langsam ankommt: Adventure Race!

Yeti Adventure Challenge

Ein Adventure Race folgt in der Regel keiner klaren Streckenführung und die Teilnehmenden Teams wissen vor dem Start nicht ganz genau was auf sie zukommt. Bei der Anmeldung werden zwar Kern-Disziplinen „verraten“ – aber wie dann am Starttag das Rennen verläuft, wissen nur die Veranstalter und Helfer an den verschiedenen Stationen.

Das sorgt natürlich für Spannung bei den teilnehmenden Athleten und bei den Zuschauern für einen hohen Unterhaltungswert.

Klassische Sportarten die zum Adventure Race dazugehören sind Laufen, Schwimmen, Mountainbiken, Kayaking, Klettern. Aber auch Inlike-Skaten, Rafting oder Stand-Up Paddling werden gerne als Disziplinen gewählt. Hinzu kommen Orientierungsaufgaben und das Lösen von mentalen Aufgaben – welche nach 10 Stunden auf den Beinen und nach einem Nachtlauf genauso herausfordernd sein können, wie das Abseilen aus 50 Meter Höhe.

Yeti Adventure Challenge

Bei einem Adventure Race geht es in erster Linie um Durchhaltevermögen, Ausdauer und viel Team-Work. Ohne den Zusammenhalt im Team und die Kombination verschiedener Stärken der Team Mitglieder kann man den Wettkampf nicht gewinnen bzw. durchstehen.

Yeti Adventure Challenge

Wie setzen sich die Teilnehmenden Teams zusammen? Wer macht beim Adventure Race mit?

Beim Yeti Adventure Challenge konnten die Teilnehmer sich für drei Schwierigkeitsstufen anmelden. Zusätzlich gab es auch noch eine Jungend-Distanz. Die schwierigste Stufe bildet die „Master Class“ bei welcher die Gewinner-Teams nach ca. 14 Stunden spätestens jedoch nach 18 Stunden ins Ziel kommen. Diese Stufe ist sogenannten Elite Teams mit sehr erfahrenen Athleten vorbehalten.

Die zweite Stufe nannte sich „Challenge Class“, diese wurde aktiven und erfahrenen Sportlern empfohlen, die beispielsweise bereits Halbmarathon-Distanz laufen oder im Triathlon aktiv sind. Die Zielzeiten der Gewinner-Teams lagen hier bei 6 bis maximal 11 Stunden.

Als dritte und letzte Stufe gab es die „Fighter Class“, welche auch unerfahrenen Sportbegeisterten die Möglichkeit geben sollte, einmal die Herausforderung und den Spaß eines Adventure Races zu erleben. Zielzeiten wurden in dieser Kategorie mit 4 bis 7 Stunden veranschlagt.

Das Adventure Race beginnt

Die erste Challenge für die Teilnehmer der Master Class fand bereits am Freitagabend statt. Drei Stunden lieferten sich die Teams der Top-Athleten in einem sogenannten Prolog bereits einen spannenden Wettkampf. Ziel dieser Übung war die Vergabe von Startplätzen ähnlich wie bei der Formel-1.

Highlight für die Zuschauer war unter anderem die Teilnahme des Kronprinzen Frederik von Dänemark (47). Er ist dafür bekannt, sich sportliche Herausforderungen zu suchen und diese dann zu bewältigen. 2013 lief er beim Kopenhagen Triathlon mit – ein Wettkampf mit Ironman Distanzen. Und diesen Sommer war er nun bei der Yeti Adventure Challenge in Silkeborg mit dabei – und natürlich unnötig zu erwähnen, dass er der Publikumsliebling war, der hier und dort auch High-Fives verteilte.

Yeti Adventure Challenge
Kronprinz Frederik von Dänemark beim Standup Paddling und mit seinem Team beim Rafting.

Der große Tag war dann der Samstag am 29. August. Mit gestaffelten Starts der unterschiedlichen Teilnehmer-Klassen. Ich konnte den Start der Challenge Class und der Fighter Class live verfolgen. Die Stimmung und das Wetter hätten besser nicht sein können. Silkeborg präsentierte sich als hervorragendes Austragungsgelände. Wunderschöne Flüsse und Seen, Wälder und ausgedehnte Running- und Mountainbike-Trails waren ideale Voraussetzungen für das „Spielfeld“ des Adventure Races.

Yeti Adventure Challenge

Die Zuschauer – das Salz in der Suppe

Bei allen Wettkämpfen waren Zuschauer zugegen und feuerten ihre Favoriten inbrünstig an. Vereinzelte Rufe wie „Papa, mach‘ schneller!“, „Mama, du bist super in der Zeit!“ waren genauso zu vernehmen, wie das kollektive Klatschen und aufmunternde Pfeifen wenn der Kronprinz Frederik mit seinem Team an die nächste Station kam, um beispielsweise beim Stand-Up Paddling zügig die Bojen zu umfahren.

Yeti Adventure Challenge
Wenn man gerade 20km mit dem Mountainbike auf herausfordernden Trails unterwegs war, fällt es nicht jedem leicht beim Bogenschießen eine ruhige Hand zu haben.

Alles in allem muss man den Neuseeländern sehr dankbar für ihre Kreativität sein, denn ein Adventure Race ist eine spannende und sehr unterhaltsame Sache. Es vereint verschiedenste Sportarten in bester Weise und zeigt, dass der Überraschungseffekt auch hartgesottene, muskelgestählte Athleten trifft, wenn sie plötzlich in einem Labyrinth Mathematik-Aufgaben lösen sollen, um den Weg nach draußen zu finden und zur nächsten Station vorrücken zu dürfen.

Yeti Adventure Challenge
Die Master Class ist auch in der Nacht unterwegs. Das regelmäßige Orientieren ist dabei besonders wichtig.

Ich freue mich jetzt bereits auf das kommende Jahr und überlege sogar beim Yeti Adventure Challenge in einem Team am Start zu sein.

 

Bildmaterial: Yeti GmbH & Silkeborg Tourismus

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