Die Alpenüberquerung

Alpenüberquerung

Die Alpenüberquerung – schlicht und auf den Punkt gebracht. Wild, romantisch, abenteuerlich und vor allem anderen alpin. Verbinden doch viele Menschen ein solches Unterfangen mit großem alpinem Geschick und mühsamen Strapazen, gar Gefahr. Hier kann seit Mitte Juni 2014 Entwarnung gegeben werden.

Es gibt seitdem eine neue Route, welche auch für Wanderer (und eben nicht nur für Bergsteiger und erfahrene Alpinisten) begehbar ist. Sie trägt jenen schlichten Namen »Die Alpenüberquerung« und führt über sieben wunderschöne und erlebnisreiche Etappen vom Tegernsee bis ins süd-tiroler Städtchen Sterzing. Eine sehr gute Beschilderung führt den Wanderer von Anfang an bis nach Sterling. Man folgt einfach dem „Ü“

Alpenüberquerung

Der langjährige und an vielen alpinen Wanderpfadprojekten beteiligte Geograf und Geoconsultant Georg Pawlata aus Innsbruck hatte die Idee, dass Thema Alpenüberquerung einer breiteren und größeren Gruppe von Menschen zu eröffnen. Sein erklärtes Ziel: den vielfach gehegten Wunsch nach einer unvegesslichen Alpenüberquerung möglich zu machen.

Für halbwegs geübte Wanderer führen gut zu bewältigende Etappen auf der Route von Deutschland über Österreich ins italienische Süd-Tirol. Keine Tagesetappe ist dabei länger als 20 Kilometer. Es bleibt also immer genügend Zeit für Pausen und Hütteneinkehr.

Wie von einem geschickten Sternekoch wurde »Die Alpenüberquerung« aus bereits existierenden Wanderwegen kombiniert und zu einem herrlichen »7-Gänge Menü« zusammengestellt.

Mein Ziel: Das Thema Alpenüberquerung einer breiteren und größeren Gruppe von Menschen zu eröffnen. – Georg Pawlata

Neben dem Geschick der Wanderer stand eben auch der Genuss während der Planung der Route im Fokus. Auf allen Abschnitten der Tour kann sich der Wanderer auf ein ungetrübtes Naturerlebnis freuen. Weniger schöne Teilabschnitte des Weges können per Bus oder wahlweise per Taxi umfahren werden. Auf Wunsch gibt es einen Gepäcktransport von Unterbringung zur nächsten, sowie natürlich auch für die gesamte Route einen Bergführer.

So kann es mit leichtem Tagesgepäck von Gmund entlang des schönen Tegernsees hinauf in die Zillertaler Alpen bis hoch auf das Pfitscher Joch gehen. Hier wird der Hauptkamm der Alpen überquert. Weiter geht es im Abstieg in süd-tiroler Täler Richtung Sterzing. Übernachtet wird in Hotels und Pensionen entlang der Strecke.

Eine Übersicht über alle sieben Etappen findet sich hier.

Alpenüberquerung

 

Aufgrund der zum Teil hochalpinen Wegführung ist »Die Alpenüberquerung« in der Zeit von Ende Juni bis Mitte Oktober je nach Wetterlage gut begehbar. Mit einzelnen Schneefeldern muss jedoch immer gerechnet werden.

Als Teil einer kleinen Reisegruppe hatte ich die Möglichkeit, Teile der Gesamtstrecke zu durchwandern. Die gesammelten Eindrücke und findet ihr in der oberen Bildergalerie.

 

AlpenüberquerungAlle Informationen, Tipps zur Planung und die Möglichkeit zur Buchung von Wanderpaketen finden sich auf der Webseite von
»Die Alpenüberquerung«.

Der Kompass Verlag hat für 7,99€ die passende Karte im Programm.

Mit dem MTB statt zu Fuss

Wer übrigens eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike plant, findet im Beitrag von den Freeride-Friends viele hilfreiche Tipps und eine Checkliste.

 

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